Haute Route 2026
Nun geht es los, aufgestanden um 05:35, Kaffee gekocht, Brötchen geschmiert und dann Abfahrt mit dem Auto zur Uni Vaihingen. Dank Stuttgart21 fährt aktuell keine S-Bahn zum Hbf, also geht es mit dem Ersatzbus dahin. Leider konnte ich bei meinem gewohnten Parkplatz an der Uni nicht parken- man muss nun auch hier zahlen. Also erst einmal etwas Geeignetes suchen. Hat dann aber geklappt und ich war pünktlich mit dem Bus beim Bahnhof. Der erste Zug fuhr dann auch pünktlich nach Mannheim, von dort der nächste ICE nach Visp mit ca. 10 Minuten Verspätung. Da sich die Verspätung noch verschlimmert hat, durfte der ICE nur bis Basel fahren. Die DB-App hat nun meine Fahrt so geändert, dass es von hier nach Lausanne und von dort nach Martigny geht. Hier habe ich nur 10 Minuten für den Zug nach Vallorcine. Da aber alle Züge in der Schweiz auf die Minute pünktlich waren, war das kein Problem. Diese Strecke war schon sehr interessant- das war ein kleiner Regionalexpress, der sich langsam, aber stetig in die Berge hinauf bewegte. Dabei gab es schon wunderschöne Ausblicke auf die Bergwelt.Von Vallorcine ging es dann mit dem nächsten Regionalexpress nach Chamonix. Unser Hotel Eden ist ein kleines, nettes Hotel im Ort Les Braz de Chamonix und vom Bahnhof aus nicht zu verfehlen. man läuft direkt drauf zu. Leider zieht es schon langsam zu- morgen soll es den ganzen Tag regnen. Daher bin ich gleich noch eine Runde im Ort gelaufen und hatte noch ein paar schöne erste Einblicke in die Bergwelt des Mont Blanc. Das Hotel ist auch super, wir haben ein kostenloses Upgrade auf ein Zimmer mit 2 Etagen und Balkon mit Blick auf die Berge bekommen. Ich muss nun noch bis ca. 19:00 Uhr warten, bis Ingolf eintrifft.
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In Les Praz de Chamonix
Nachdem nun auch Ingolf gut angekommen war, waren wir gestern noch lecker Abendessen mit noch leckerem Bier, ein belgisches Ale. Die Nacht war auch sehr gut, ebenso das Frühstück. Lustig war nur, dass man seine Eier selber kochen musste. Unser Plan für heute war, dass wir nach Chamonix ins Zentrum laufen und uns dort etwas umschauen wollten. Schon beim Loslaufen fing es an, leicht zu regnen. Leider wurde der Regen immer kräftiger und wir mussten unsere Regenjacken anziehen. Der Weg ging die ganze Zeit an dem Fluss Arve entlang. Dieser führte ganz schön viel Wasser. Ideal für Rafting, was wir dann auch prompt unterwegs beobachten konnten. Im Zentrum angekommen, hielten wir uns eine Weile im Alpina-Einkaufskomplex auf. Da gab es einen interessanten Möbelladen mit tollen Sachen. Dann ging es noch zur katholischen Kirche und wir haben uns die angeschaut. Später noch zum Bahnhof, auch ein sehr schönes Gebäude. Auf dem Friedhof in der Nähe gibt es zahlreiche Gräber von in den Alpen verunglückten Menschen. Unsere Überlegung, mit der Seilbahn nach Aiguille du Midi zu fahren, haben wir verworfen. Für oben soll es zwar sehr schön sein, aber nicht bei dem Wetter. Auch mit der Bahn an den Gletscher Montenvers zu fahren, haben wir dann doch nicht gemacht. So gegen 15:30 hörte es dann Mal auf mit regnen und unsere Sachen konnten langsam trocknen. Nach einem einfachen Kaffee und einem Stück Kuchen liefen wir wieder zurück zu unserem Hotel.
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In Chamonix
Wir haben die erste Tour gut bewältigt! Aber der Reihe nach. Gestern waren wir abends noch sehr lecker im La Crémerie Du Moulin essen. Ingolf hatte eine Pizza mit Sardellen und ich ein Omelette. War beides sehr gut. Heute morgen sind wir gegen 07:00 Uhr aufgestanden, ab 07:30 Uhr gab es Frühstück. Unsere Wanderung konnten wir daher so gegen 08:44 Uhr starten. Zuerst ging es linker Hand vom Fluss Arve nach Argentiere ca. 6km. Eigentlich dachte ich, dass es vorwiegend höhehaltend dorthin geht, aber auch hier ging es immer wieder man ganz schön bergauf. In Argentiere ging es durch den Ort und dann weiter nach Le Tour, ein kleiner Ort mit einer großen Skistadion. Leider hatten wir nur hier einen etwas längeren Slot, wo die Sonne durchkam und wir einen super Blick auf die Bergwelt hatten.Von hier ging es sehr lange entlang des Skilifts weiter hinauf zur nächsten Station Charamillon. Diese war komplett in den Wolken verschwunden. Immer wieder aufwärts erreichten wir so gegen 13:45 Uhr unsere heutige höchste Erhebung, das Refuge du Col de Balme auf 2200 hm. Gestartet sind wir bei 1000 hm. Nach einer Vesperpause ging es nun stetig bergab Richtung unserem heutigen Zielort Trient. Was an diesem Wanderweg nicht so schön war, dieser war lange Zeit ein reiner Geröllweg. Das war ziemlich beschwerlich, zu laufen. Unterwegs kamen wir noch an einer Gruppe von interessanten Steinhäusern vorbei. Später ging es in endlos langen Serpentinen durch ein Waldgebiet weiter abwärts. Gegen 17:00 Uhr haben wir dann endlich Trient und unsere Unterkunft, the Auberge du Mont Blanc, erreicht. Dies ist ein Hostel mit Mehrbettzimmern. Wir müssen uns ein Zimmer mit 2 weiteren Personen teilen. Mal schauen, wie die drauf sind und wie die Nacht wird. Um 19:00 Uhr gibt es dann Abendessen an langen Tafeln. Immerhin mit mehreren Gängen. Auf der heutigen Tour haben wir nun 21km und ca. 1400 hm zurückgelegt.
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Blick auf Le Tour
Die Nacht ging so, es war ein Pärchen mit bei uns im Zimmer- die Frau hat geschnarcht ... Aber mit Ohropax ging es. Aufgestanden sind wir um 06:40 Uhr, Frühstück gab es nur Müsli und Weißbrot mit Marmelade. Für unterwegs habe ich mir dann einfach ein Butterbrot geschmiert. Losgekommen sind wir dann kurz vor halb neun. Es ging von Trient nun stetig nach oben. Anfangs war es noch Recht kühl und die Berge waren von leichten Wolken bedeckt. Aber beizeiten hatten wir den Gletscher Glacier du Trient im Blick. Unser Wanderweg verlief nun immer mit Blick auf diesen Gletscher. Als es später dann klarer wurde und die Sonne raus kam, gab es wunderbare Fotomotive. Irgendwann ging es nur noch in Serpentinen bergauf, später nur noch über Geröllfelder. Am Ende fast weglos über ein Geröllfeld mit riesigen Gesteinsbrocken. Das war schon ziemlich anstrengend. Zumal am Ende immer mehr Wanderer entgegen kamen und es schwierig war, auszuweichen. Oben auf dem Gipfel Fenetre de Arpette in 2665 hm angekommen, waren auch hier einige Wanderer, welche Pause machten. Auch wir haben uns hier ca. eine halbe Stunde aufgehalten und ausgeruht. Dann ging es bergab, und zwar genau so steil und anfangs über Geröllfelder, wie hoch zu. Nachdem wir die großen Geröllfelder überwunden hatten. ging es aber leider weiter steinig bergab und zwar insgesamt über 2,5 Stunden. Das hat mich schon ziemlich geschlaucht. In Arpette ging es dann langsam Mal in einen Waldweg über. Sehr schön war dann das letzte Stück entlang des Flusses Bisse de Champex. Gegen 17:45 Uhr waren wir nun endlich in der Pension En Plein Air, auch ein Hostel. Wir haben heute also 18km mit 1400 hm hoch und 1150 hm runter zurück gelegt und dafür mit Pausen über 9 Stunden benötigt. In der Unterkunft schlafen wir in einem 6-Bett-Zimmer. Aktuell war aber nur eine weitere Person drin. Das Abendessen war sehr lecker und reichlich, und hier war auch nicht so ein Lärm wie in der gestrigen Unterkunft.
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Glacier du Trient
Bei schönstem Wetter sind wir heute schon um 13:30 Uhr an unserem Ziel in Val de Bagnes angekommen. Die heutige Route war aber auch eher zum etwas erholen von den gestrigen Strapazen. Gefrühstückt heute morgen haben wir wieder 07:00 Uhr, diesmal gab es auch wieder Schinken und Käse. Dafür war der Kaffee nicht so gut. Losgekommen auch wie üblich gegen 08:30 Uhr, zuerst durch den Ort Champex-Lac. Ein sehr schönes Städtchen am Lac de Champex. An diesem kleinen See standen heute morgen schon einige Angler und hatten auch schon Fische gefangen. Aus dem Ort heraus ging es dann doch erst einmal eine ganze Weile wieder etwas steiler bergab, allerdings auf angenehmen Wegen. Einmal war unser geplanter Weg gesperrt, da wurde irgendwas ausgebessert. Aber die alternative Route war dann auch sehr schön zu gehen. So ging es bergab von Champex (1500) bis nach Sembrancher (800). Von Sembrancher aus verlief unsere Wanderung weitgehend im Tal Richtung Osten. Kurz nach dem Ort machten wir an einer schönen Stelle bei einem Kreuz mit Wanderbank unsere Mittagspause. Dann ging es weiter entlang dem Fluss Dranse bis zu einem kleinen See. Dieser wird aber nicht von dem Fluss gespeist, sondern ist ein alter Abraumsee, drumherum sah es auch dementsprechend aus. Bretterzäune, Geröllhügel machen den See nicht sehr einladend. Und nur ein Teil war Badesee und frei zugänglich. Wir sind hier dann nicht rein, sondern weiter zu unserem schon nahen Ziel, Val de Bagnes, gelaufen. Als wir hier ankamen, war es wie gesagt erst 13:30, ins Zimmer konnten wir erst 14:00 Uhr. Also haben wir in der dazugehörigen Gaststätte ein Bier auf der Veranda getrunken. Im Zimmer dann erst Mal ausgiebig geduscht und etwas ausgeruht, müssen wir dann noch schauen, wo wir Abendessen gehen. Denn es gibt hier ein paar Gaststätten zur Auswahl, allerdings alle recht teuer- Schweiz halt.
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die Kirche von Val de Bagnes
Nach einem sehr guten Frühstück sind wir heute Morgen sogar schon gegen 08:15 Uhr gestartet. Unsere heutige Tour sind zwar nur ca. 14 km, dafür aber sind 1600 hm bergauf zu überwinden. Am Anfang noch durch den Ortsteil Villette, welcher sich direkt an Le Chable anschließt. Hier gab es sehr viele dieser typischen alten Holzhäuser. Also gab es schon zu Anfang eine Menge Fotomotive. Es ging nun aber immer weiter steil bergauf durch die Orte Fontenelle-Desuss, Medieres und Verbier. Letzterem hat man angesehen, dass dies ein typischer Touristenort für Winterurlauber ist- Sterne-Hotels und Läden mit Markenklamotten. Ein Skilift sowieso. Als wir aus diesem Ort raus sind, hatten wir schon mal 700 hm hinter uns. Am Ende des Ortes mussten wir noch eine Mountainbike-Strecke überqueren. Hier war sogar gerade ein Rennen. Wahnsinn, mit welchem Speed die hier runterheizen und über Schanzen springen. Für uns ging es weiter zum kleinen Weiler Clambin. Hier haben wir eine erste kurze Rast gemacht und den super Ausblick genossen. Von hier aus verlief der Weg erst einmal einigermaßen höhehaltend durch einen Wald, bevor es ziemlich steil und schweißtreibend serpentinenmäßig nach oben ging. Bei einer schön gelegenen Bank direkt an einem kleinen Bach ruhten wir uns nochmal richtig aus und machten unsere große Pause. Denn wir waren inzwischen auf einer Höhe von 2200 m angelangt, hatten also nun 1350 hm hinter uns. Hier oben konnten wir auch etliche Paragleiter beobachten. Und es kamen immer wieder Ausflügler die Wanderwege entlang. Denn nicht weit entfernt war eine Seilbahn-Station. An dieser kamen wir dann auch noch vorbei und hatten nun das erste Mal einen Blick auf unser heutiges Ziel, die Cabane Mont Fort, welche noch weit oben auf einem einsamen Berghügel thront. Nach insgesamt 7 Stunden, ohne Pause 5,5 Stunden und ca. 1650 hm kamen wir nun bei der Hütte an. Da wir so zeitig da waren, mussten wir sogar noch kurz warten, bevor wir einchecken konnten. Es gibt für diese Nacht aber nur uns beide und noch eine weitere Person, die hier übernachten. Also haben wir ein kleines Zimmer nur für uns allein bekommen. Nachdem wir dieses bezogen haben, sind wir auf die Sonnenterrasse mit super Blick auf die Bergwelt und tranken ein teures! schweizer Bier.
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Cabane Mont Fort
In der Cabane waren wir letztendlich fast allein. Nur eine Frau aus Australien hat hier noch übernachtet. Mit ihr haben wir uns noch sehr nett unterhalten. Sie macht auch die gleiche Route wie wir. Die Nacht ging so, scheinbar habe ich geschnarcht!! Mein Hals ist allerdings auch etwas angekratzt. Eigentlich dachte ich, dass es heute keine so anstrengende Wanderung wird. Doch leider habe ich mich geirrt, ich bin ziemlich platt. Wir sind heute Morgen wie üblich um 06:40 Uhr aufgestanden, hatten ein eher einfaches Frühstück und sind so kurz nach 08:00 Uhr los. Die erste Etappe ging bis zum Col Termin. Diese Etappe war auch noch recht angenehm. Hier machten wir nur kurz Rast, bevor es weiterging zum Col de Louvie. Dieser war schon auf 2921m. Und es ging auch von jedem Pass erstmal etwas abwärts, bevor es auf den nächsten Pass wieder rauf ging. Und hier oben gibt es auch keinen weichen Erdboden mehr, sondern nur noch Steine und Geröll. Zum letzten Pass für heute ging es auch an einem Gletscher vorbei, welcher sich aber im Laufe der Zeit schon ziemlich zurück gezogen hat. Das ist echt erschreckend, wenn man das sieht, was die Erderwärmung anrichtet! Der Pass Cole Prafleuri liegt dann auf 2987m. Und von dort ging es nun nochmal ca. 300hm nach unten zu der Cabane Prafleuri. Interessant hier ist, dass man seinen Rucksack nicht mit in die Zimmer nehmen darf, sondern es gibt einen extra Raum mit vielen nicht abschließbaren Fächern, wo dieser gelagert werden muss. Dafür hat man eine Plastikbox, wo man seine Sachen dann rein tun kann. Auch eine Dusche gibt es hier nicht. Nur etwa 200m von der Hütte entfernt einen kleinen Verschlag, wo man sich mit eiskalten Wasser abduschen kann. Ich habe darauf verzichtet, Ingolf hat sich getraut. Wir sind nun in einem Zimmer, welches 2 Etagen hat. In der oberen Etage schlafen welche und wir schlafen im unteren Stock in Doppelstockbetten, auch hier unten. Oben schlafen 2 Schwestern aus der Schweiz. Mal schauen, wie diese Nacht wird.
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Col Prafleuri
Die Nacht war ganz o.k., ich habe ganz gut geschlafen. Zum Frühstück wie üblich um 07:00 Uhr gab es Porridge, Kaffee und Weißbrot mit Käse. Gestern Abend gab es übrigens auch wieder Schweizer Rösti, davor eine Curry-Suppe. Da ich ziemlich k.o. war, bin ich nach unserem obligatorischen Bier so gegen 21:00 Uhr schon ins Bett. Unsere 2 Bettnachbarn haben wir auch etwas näher kennen gelernt, das waren Schwestern aus der Schweiz. Mit ihnen konnten wir uns in Deutsch unterhalten. Wir sind dann heute morgen auch wir üblich so gegen 08:30 Uhr losgegangen. Gleich zu Anfang an ging es kurz, aber steil bergauf zum Col des Roux (2804m). Hier hatten wir einen ersten Blick auf den Lac des Dics, welcher uns eine ganze Weile begleiten sollte. Dazu ging es aber erst einmal wieder runter, vorbei an einer ganz kleinen Cabane des Ecoulaies. Am See entlang ging es dann ziemlich gemütlich höhehaltend bis ganz zum Ende des Sees. Ab hier ging es nun wieder steil bergauf bis zum Pass Col de Riedmatten (2919m). Das letzte Stück dahin war mit Ketten gesichert und schon eine ziemliche Kletterei. Oben angekommen, erst einmal wieder Pause. Währenddessen kann von der anderen Seite eine 73jährige Wanderin an. Sie war zwar auch ziemlich außer Atem, aber sie macht wohl seit Juni eine Alpenwanderung. Immer mit Unterbrechungen, aber trotzdem Wahnsinn in dem Alter! Nach der Pause ging es nun stetig bergab zu unserem Zielort Arolla. Das war dann wieder eine ziemlich lange Strecke, welche meine Füße schon wieder ganz schön belastet hat. Unterwegs machten wir noch eine kurze Rast bei einem kleinen Bach, um auch die Wasserflaschen aufzufüllen. Kaum hatten wir uns dort niedergelassen, kamen die dort weidenden Kühe zu uns und tranken ebenso an dem Bach. Dabei kamen sie richtig nahe zu uns und wollten uns abschlecken. Nach insgesamt ca. 8 Stunden und ca. 19km kamen wir in Arolla an. Nachdem wir unser Zimmer bezogen haben, welches übrigens sehr gut eingerichtet ist, tranken wir unser Willkommensbier. Danach duschen, ein paar Sachen kurz durchwaschen und etwas ausruhen. Nun sitzen wir im Restaurant und lassen und gleich einen leckeren Burger schmecken.
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Glacier de Cheylon
Leider hat es mich leicht erwischt, los ging es schon vor ein paar Tagen mit leichten Halsschmerzen. Inzwischen ist daraus ein leichter Reizhusten und leichter Schnupfen geworden. Ich hoffe, dabei bleibt es bzw. klingt bald wieder ab. Ansonsten war der Tag ganz gut, wir hatten eine nicht ganz so lange Wanderung vor uns. Frühstück gab es auch erst ab 07:30 Uhr, so dass wir reichlich ausschlafen konnten. Wir sind dann erst 09:10 Uhr gestartet. Vorher habe ich in einem kleinen Laden direkt gegenüber vom Hotel noch ein paar Hustenbonbons gekauft. Anfangs ging es in einem ziemlichen auf und ab vorwiegend durch Waldgebiet Richtung Lac Bleu, einem See, welcher seinem Namen alle Ehre macht. Hier gab es reichlich Fotomotive. Weiter ging es dann vorbei an einem nächsten kleinen See, eher ein Teich- der La Gouille. Von hier an ging es stetig bergab zum Ort Les Hauderes, ein sehr hübsches Städtchen mit alten Häusern. Von hier ab hieß es, den letzten Abstieg zum Zielort La Sage zu packen. Insgesamt also eine eher kurze Wanderung von 12km in insgesamt 5 Stunden. Vom Wetter her hatten wir heute richtig Glück, es war die ganze Zeit Sonnenschein mit aufgelockerten Wolken. Erst so gegen Ende der Wanderung zog es sich wie angekündigt zu und ab ca. 15:30 fing es an mit regnen. Im Hotel wird nur ein sauteures Essen mit mehreren Gängen angeboten, so dass wir später nochmal eine halbe Stunde in einen anderen Ort zu einem Restaurant laufen werden. Ab da soll auch der Regen aufhören ...
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Lac Bleu
Wow! Was für eine geile Unterkunft ist unser heutiges Ziel- direkt am Gletscher! Gestern sind wir auf dem Weg zum Restaurant doch noch etwas nass geworden. Aber das hat sich auf jeden Fall gelohnt. Wir aßen dort super leckere Kalbsrippchen mit Pommes. Unser Frühstück heute morgen war auch wieder sehr lecker, es gab auch hier wieder sehr guten Schinken und leckeren Käse. Damit meine Erkältung weg geht, habe ich zusätzlich zum Kaffee noch einen gesunden Salbeitee getrunken. Unterwegs haben wir sowieso jeder immer noch eine kleine Teeflasche dabei. Ingolf hat schon fast von Anfang an Probleme mit seinen Wanderschuhen. Diese hat er von einem Schuhmacher neu besohlen lassen für teuer Geld. Beim rechten Schuh beginnt aber nun schleichend sich die Sohle zu lösen. Er hat es schon immer Mal wieder provisorisch getappt. Aber das hält beim Wandern logischerweise nicht lange. Zum Glück ist es noch nicht sehr viel, was sich gelöst hat. Hoffen wir Mal, dass die Schuhe noch bis zum Ende durchhalten. Aber zurück zur Wanderung. Wir sind kurz vor 09:00 Uhr losgekommen und es ging erst einmal wieder stetig bergauf zum Pass Col du Taste, anfangs komplett in den Wolken. Dass war auch aufgrund der Luftfeuchtigkeit ziemlich schweißtreibend. Es ging von 1650m auf 2850m hinauf. Oben am Pass wieder kurze erste Pause, bevor es dann wieder herunter ging zum Lac de Chateaupre auf 2400m. Unterwegs dahin hatten wir einen super Blick auf den weiter unten liegenden Lac de Moiry. Beide werden vom Gletscher Glacier de Moiry gespeist, welchen wir auch immer mal wieder zu Gesicht bekamen, wenn die Wolken den Blick auf ihn freigaben. Vom Lac de Chateaupre ging es nun wieder bergauf entlang eines Bergsattels, immer mit Blick auf die Seen und den Gletscher. Später hieß es dann, das letzte Stück zur Unterkunft, der Cabane de Moiry, zu meistern. Dieses ging wieder sehr steil in Serpentinen hinauf auf 2825m. Die Cabane liegt direkt am Fuß des Gletschers. Was für ein super genialer Blick von hier! Wir haben ein 4-Bett-Zimmer und dachten zuerst, nur für uns allein. Aber später kamen noch 2 junge Männer. Immerhin haben wir alten Säcke die Betten unten.
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Glacier de Moiry
Das Abendessen gestern war dann noch sehr lecker. Wie üblich vorab eine Suppe und Salat und als Hauptspeise zur Abwechslung mal Kartoffelbrei mit Fleisch in einer Pilzsosse. Die Nacht war nicht ganz so toll, ich konnte nicht so richtig einschlafen. Heute morgen das Frühstück war auch nicht besonders- es gab anfangs nur löslichen Kaffee und trockenes Brot mit Käse. Oder Müsli mit Joghurt, aber ohne irgend welche Früchte. Andererseits ist das alles bei so einer abgeschiedenen Hütte auch nicht so einfach. Und der Preis für die Übernachtung war auch dementsprechend gut. Als wir heute morgen los sind, hatte es hier oben gerade einmal 1 Grad Celsius, also recht frisch. Trotzdem kamen wir beim Abstieg bei Zeiten wieder ins schwitzen. Leider waren wir auch die erste Zeit komplett in den Wolken und haben daher nicht viel sehen können. Zumal unser Weg anfangs oberhalb des Lac de Moiry entlang lief. Normalerweise hat man hier immer wieder einen wunderbaren Blick auf den azurblauen See. Doch wir sahen ihn maximal kurz zwischen den Wolken durchblitzen. Ganz am Ende des Sees verlief dann unser Weg bergaufgehend zur Corne de Sorbois auf 2850m Höhe. Schon auf dem Weg hinauf rissen dann doch immer mehr die Wolken auf und ermöglichten uns einen genialen Blick auf den See mit seiner Staumauer. Und natürlich auf die beeindruckende Bergwelt. Oben angekommen, machten wir Rast, hielten uns aber nicht lange auf, da es doch recht windig war. Aber von hier aus eröffnete sich uns der Blick in das nächste Tal und unserem Zielort Zinal. In der Ferne konnten wir, wenn sich die Wolken verzogen, die Gipfel des Bishorns, der Weißhorngruppe und des Zinalrothorns erblicken. Eine gigantische Aussicht! Auf der Bergseite bergab Richtung Zinal sind die Berghänge mit vielen Skiliften verbaut. Das scheint also ein sehr beliebtes Skigebiet zu sein. Von dem Corne de Sorbois ging es dann bis nach Zinal wieder über 1200hm hinab. Ich habe mir aber nur einen Teil davon angetan und bin nur bis zur Seilbahn-Station Sorebois gelaufen und die restlichen steilen 800hm mit der Seilbahn gefahren. Ingolf ist aber durchgelaufen. Wir haben uns dann wieder im Hotel getroffen und sind wie üblich erst einmal ein Bier trinken gegangen. Der Ort Zinal ist auch ziemlich touristisch angelegt mit vielen Hotels und Einkaufsläden. Nur dass aktuell der Ort wie ausgestorben wirkt.
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Lac de Moiry
Das Abendessen gestern war wieder fantastisch. Zwar nur Pizza, diese war aber super lecker. Und wir haben einen neuen Grappa kennen gelernt, einen Nardini Grappa- der hat genial geschmeckt. Habe ich mit gleich eine für zu Hause bestellt ... Auch das Frühstück im Hotel war wieder sehr gut. Unsere Wanderung startete dann gegen 09:00 Uhr. Natürlich ging es heute Morgen als erstes wieder einmal steil hinauf ... Anfangs steil in Serpentinen durch bewaldetes Gebiet. Später seicht aufsteigend mit tollen Blicken nochmal auf die über 4000er Horngruppe. Bei einem Abzweig zu unserem heutigen höchsten Punkt, Forcletta (2880m), verabschiedeten wir uns von unser Wegbekanntschaft aus Australien, Elisabeth. Dieser begegneten wir bisher im Laufe unserer Tour immer Mal wieder, da sie auch in Teilen die Walkers Haute Route ging. Ab diesem Punkt aber verließ sie diese Route. Wir kämpften uns aber hinauf zur Forcleta, um von hier nochmal einen Blick zurück in das Tal von Zinal und nach vorn in das Turtmantal zu werfen. Von hier aus ging es stetig bergab, vorbei am Weiler Kalter Berg, inzwischen mit Blick auf das Bishorn und das Barrhorn. Später ging es wieder durch Wald in Serpentinen bergab ins Tal bis zum Ort Gruben und dem Hotel Schwarzhorn. Hier haben wir wieder ein Massenquartier. Momentan aber noch unklar, mit wie vielen wir uns dieses 11-Bett-Zimmer teilen müssen. Das Abendessen war aber wieder sehr gut.
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Blick auf das Bishorn
Letztendlich waren wir zu sechst im Zimmer, ging aber ganz gut. Wir üblich in solchen Unterkünften muss man sein ganzes Gepäck in Regalen im Flur lassen. Da muss man immer schauen, wie man seinen Rucksack strategisch packt. Wir sind dann heute wieder aus dem Tal heraus aufgestiegen auf den Augstbordpass (2890m). Als wir diesen verließen, verabschiedeten wir uns von den knapp 3000ern, denn die nächsten Ziele liegen alle darunter. Der Europaweg läuft auf unserer geplanten Strecke max. auf 2400m Höhe. Vom Augstbordpass runter ging es erst eine ganze Weile ziemlich gut, bis dann der Weg gefühlt endlos wieder einmal über Geröllfelder führte. Wir waren bestimmt eine reichliche Stunde darauf unterwegs. Das war schon sehr ermüdend. Am Ende jedoch nach einer Biegung um den Berg herum erblicken wir wieder einige Schneeberge und Gletscher. Rechter Hand noch einmal das Bishorn und die Weißhorngruppe. Linker Hand Dürrenhorn und wie sie alle heißen ... Wir sind dann bis zum kleinen Weiler Jungen gelaufen und entschieden uns, nicht noch weiter bis nach St. Niklaus abzusteigen. Sondern hier in dem kleinen Restaurant Jungeralp unser Bier zu trinken und dann mit der Seilbahn nach unten zu fahren. Die Kabinen hier haben allerdings nur Platz für 4 Personen und es kommt nicht ständig eine. Daher mussten wir etwas warten, bevor wir mit einem älteren Ehepaar eine Kabine teilen konnten. In St. Niklaus angekommen, gab es hier das erste Mal einen vollständigen digitalen Check-in in unserem Hotel. Hat aber gut funktioniert. Direkt gegenüber ist das einzig geöffnete Restaurant, welches wir heute Abend dann auch besuchen werden. Unsere Wanderung dauerte dann insgesamt wieder ca. 8 Stunden, wir haben knapp 15km zurückgelegt und einen Gesamtaufstieg von 1103hm bewältigt.
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Restaurant Jungeralp
Nun hat es Ingolf erwischt- er hatte über Nacht ziemliche Schluckbeschwerden und Halsschmerzen. Bei mir ist es ja schon seit einer Weile wieder so gut wie weg. Hoffentlich geht es auch ihm wieder schnell besser. Das Abendessen gestern war eher einfach, Schnitzel mit Rösti. Der Wirt gestern kommt ursprünglich aus der Oberlausitz. Hat uns gleich bezüglich unseres Dialekts angesprochen. Nach dem Frühstück sind wir zuerst mit der Bahn eine Station weiter nach Herbriggen gefahren, um von hier aus unsere Wanderung zu starten. Von St. Niklaus aus auf den Europaweg bis zum Zielort Randa wäre zu weit gewesen. Von Herbriggen ging es logischerweise gleich wieder ewig steil bergauf, kurz nach Ortsausgang schon auf dem Europaweg. Teilweise sehr steile Passagen mit Seilen gesichert, teilweise auf Holzstufen. Und ab einer Stelle nach einer kleinen Brücke über einen Fluss eine Treppe in massiver Stahlkonstruktion. Auf jeden Fall ging es so auch wieder über 1000hm hinauf. Zwei kurze Stellen waren sogar so ausgesetzt, dass ich sehr vorsichtig und ganz langsam und mit Zuhilfenahme meiner Hände diese bewältigte. Kurz vor der Europahütte machten wir an einem sehr schönen Aussichtspunkt Rast. Dann ging es vorbei an der Europahütte, welche eigentlich auch Mal als Zielübernachtung von uns angedacht war. Allerdings hat sie seit gestern Sessionschluss. Inzwischen sahen wir auch schon unser heutiges Highlight in der Ferne, die Charles Kuonen Hängebrücke. Zu dieser ging es aber auch erst einmal wieder eine Weile in Serpentinen bergab, bis wir vor ihr standen. Die längste Fußgänger-Hängebrücke der Welt! 494m lang und 85m hoch, das war schon ein Ereignis, da drüber zu laufen. Danach ging es zum Glück stetig bergab bis nach Randa. Ein sehr schöner, kleiner Ort, welcher aber mal mehrere Hotels besaß. Aber nur unseres hat überlebt, alle anderen sind geschlossen. Auch bei unserem, das Hotel Klein Matterhorn, sieht man, dass das Geld fehlt. Aber der Wirt hat uns sehr freundlich begrüßt und uns ein Zimmer für eigentlich 4 Personen gegeben. Abendessen können wir auch nur hier, da bin ich mal gespannt, wie gut dieses ist.
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Charles Kuonen Hängebrücke
Wir haben es geschafft! Die letzte Etappe unserer Tour auf Grundlage der Walkers Houte Route ist abgeschlossen. Dabei müssten dann insgesamt so ca. 200km zusammengekommen sein. Wir sind zwar die letzten beiden Etappen von der Tour abgewichen, aber das lag auch daran, dass der Europweg teilweise gesperrt ist. Daher haben wir es heute mehr oder weniger auslaufen lassen. Denn von Randa nach Zermatt verlief unser Weg hauptsächlich im Tal entlang. Anfangs entlang des Flusses Matter Vispa, später entlang der Bahnlinie. Wenn man dann das erste Mal den Ort Zermatt sieht, ist man erst einmal enttäuscht, denn gleich zu Anfang sieht man ein hässliches Baufirmengelände. Außerdem sind die ständig startenden Helikopterrundflüge auch sehr laut. Auf jeden Fall haben wir für die ca. 12km und Zeit gelassen und insgesamt 5 Stunden gebraucht. Da unsere Unterkunft, die Jugendherberge Zermatt, uns erst ab 15:00 Uhr ins Zimmer lässt, sind wir, nachdem wir unsere Rucksäcke deponiert haben, nochmal in die Ortsmitte gelaufen. Diese ist schon auch sehr touristisch ausgelegt, aber es werden auch viele Gebäude gebaut bzw. modernisiert. Es stehen einige Baukräne im Ort. In der Jugendherberge haben wir getrennte Zimmer, da Ingolf eine Nacht länger bleibt. Ich habe ein 4-Bett-Zimmer, welches momentan mit 3 Personen belegt ist. Abendessen werden wir auch gleich hier, da das 3-Gänge-Menü ganz preiswert ist.
Bild des Tages:
das Matterhorn














